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Tarifrunde Länder 2021

Tarifrunde der Länder: ver.di ruft die Beschäftigten der Uniklinik Essen in den Streik

08.11.2021

Im Nachgang der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde für die mehr als eine Million Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks auf. Am Dienstag (9.11.) treten Beschäftigte der Uniklinik in Essen in den Streik.

Dazu erklärt ver.di Geschäftsführerin Henrike Eickholt: „Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber macht die Beschäftigten zu Recht wütend. Uns kein Angebot vorzulegen und zeitgleich alle unsere Forderungen mit einem bloßen „Nein“ vom Tisch zu wischen, zeugt von fehlender Wertschätzung. Auch und besonders im Gesundheitswesen leisten alle Bereiche nicht erst seit Pandemiebeginn jeden Tag Unglaubliches. Aufgrund des Personalmangels gehen viele am Stock oder haben den Beruf sogar aufgegeben. Es braucht deshalb nun ein klares Signal an die Arbeitgeber, diese dauerhaften Ausnahmeleistungen endlich anzuerkennen!“

Jonas Schwabedissen, Gesundheits- und Krankenpfleger im IMC Springerpool der Uniklinik Essen ist fassungslos: "Die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus werden seit Jahrzehnten verschlechtert. In den letzten anderthalb Jahren kommt die Belastung durch die Pandemie noch oben drauf. Wir arbeiten hier über dem Limit! Und jetzt behauptet die Verhandlungsführung der Arbeitgeber, es gäbe weder Fachkräftemangel und es habe auch nur in wenigen Ausnahmefällen eine besondere Belastung gegeben – auch im Gesundheitswesen? Es kann keine andere Antwort auf so ein unverschämtes Verhalten geben, als Streik!"

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 5 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.
Verhandelt wird für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen). Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 880.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger im Bereich der Länder sowie 175.000 Beamtinnen und Beamte und 120.000 Pensionärinnen und Pensionäre im Bereich der Kommunen übertragen werden (Angaben ebenfalls ohne Hessen).

Information für die Redaktionen:
Streikkundgebung vor dem Haupteingang ab 8:30 Uhr, Demonstration zum Landgericht und durch das Stadtviertel.

Kontakt: Katharina Schwabedissen - 0151 25960712

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