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Tarifrunde der Länder: Gewerkschaft ver.di erhöht Druck!

Tarifrunde der Länder 2021

Tarifrunde deutscher Länder: ver.di erhöht vor der 3. Verhandlungsrunde am Wochenende den Druck!

24.11.2021

Am kommenden Wochenende findet in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und der Gewerkschaft ver.di statt.
Betroffen davon sind u.a. in Essen die Uniklinik, der Justizbereich sowie die Universität Duisburg-Essen.
Ein Angebot der Arbeitgeber liegt nicht vor. Die Forderungen der Gewerkschaft nach 5%, mindestens 150 Euro mehr Gehalt, ein Plus von 300 Euro für die Beschäftigten im Gesundheitswesen und 100 Euro mehr für die Azubis lehnen die Arbeitgeber radikal ab.

Für Donnerstag ist in Düsseldorf eine landesweite Kundgebung aller Landesbetriebe in NRW geplant.
Am Freitag werden die Beschäftigten der Uniklinik, der Justiz und der Universität mit einer gemeinsamen Demonstration – selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Schutzregelungen - in Holsterhausen der ver.di-Verhandlungskommission noch einmal Rückenwind für das Verhandlungswochenende mitgeben.

„Was wir gerade erleben ist schlicht Wahnsinn,“ fasst Henrike Eickholt, ver.di-Geschäftsführerin in Essen zusammen.
„Allen ist bewusst, dass der öffentliche Dienst uns durch diese Pandemie getragen hat. Besonders im Gesundheitswesen, aber nicht nur da. Und zum Dank gibt es nichts plus Forderungen von den Arbeitgebern. Offenbar leben die Verhandlungsführer der TdL in einem Paralleluniversum, in dem es keine Pandemie gegeben hat!“

Die Streikbereitschaft sei vor allem in der Uniklinik hoch. „Wir müssen immer wieder Kolleginnen und Kollegen zurück in den Betrieb schicken, um die Notversorgung sicher zu stellen. Da ärgert es uns besonders, wenn ständig wiederholt wird, dass man doch in der Pandemie keine Klinik bestreiken dürfe,“ beschreibt Katharina Schwabedissen, zuständig für die Krankenhäuser bei ver.di in Essen, die Situation.
„Die Kolleginnen und Kollegen sind fassungslos: sie sollen Arbeiten bis zum Umfallen und sich mit dem Echo des Applauses zufriedengeben.
Das ist absurd.
Der Streik ist die Antwort auf die Respektlosigkeit der TdL und kein Hobby der Beschäftigten!
Mein Appell an die TdL ist einfach: Gebt den Beschäftigten ein Angebot, das passt, dann endet der Streik sofort!“

Helga Sichtermann, Personalratsvorsitzende am Landgericht Essen, ergänzt: „Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass sie die geltenden tariflichen Eingruppierungsregelungen und damit die Höhe der Entgelte nicht in Frage stellen. In NRW haben ca. 3.700 Justizbeschäftigte mit gewerkschaftlicher Hilfe Anträge auf Höhergruppierung gestellt und werden den Verlust dieser Ansprüche auf keinen Fall hinnehmen.“

Bei der Kundgebung am Freitag, die um 9.15 Uhr im Haumanngarten stattfinden wird, werden u.a. der Landtagsabgeordnete Frank Müller von der SPD und Thomas Ziegler von der CDU mit den Streikenden sprechen. 

Kontakt: Katharina Schwabedissen 0151 25960712

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