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Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt am 9. Juni in Essen

Pressemitteilung

Demo gegen Rassismus und Polizeigewalt am 9. Juni in Essen

11.06.2020

Am 9. Juni 2020 fand vor dem Uniklinikum Essen eine Solidaritätskundgebung zu der Blacklivesmatter-Bewegung, die nach den Ereignissen von rassistisch motivierter Polizeigewalt in den USA nun auch in Deutschland zu Solidarität aufruft und auf Gewalt und strukturellen Rassismus aufmerksam macht, statt. 

Die ver.di-Vertrauensleute des Uniklinikums hatten zu dieser Veranstaltung eingeladen, um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt zu setzen. In diesem Zusammenhang haben uns einige irritierte und empörte Anfragen erreicht. Die Vertrauensleutesprecherin Ursula Gerster hatte in ihrer Rede darauf hingewiesen, dass es nicht ausreiche, die Situation in den USA zu kritisieren, sondern dass es notwendig sei, sich mit rassistischen Tendenzen, auch in der deutschen Polizei auseinanderzusetzen. Zur Unterstützung ihrer Aussage führte sie verschiedene mögliche Beispielfälle aus der Vergangenheit an. Hintergrund waren Aussagen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, laut derer rassistische Polizeimaßnahmen auch in Deutschland verbreitet seien. 

Wir freuen uns über viele engagierte Mitglieder in unseren Reihen, die ihrer Empörung über die Vorkommnisse in den USA und die Sorge über die Rechtsentwicklung auch in unserem Lande teilen und dagegen protestieren. 

Die klare Positionierung gegen Rechts ist auf allen Ebenen in ver.di durch Beschlussfassungen gedeckt. Wir sind aber, ebenso wie unsere Vertrauensleute am Klinikum, weit davon entfernt, unsere Kolleginnen und Kollegen bei der Polizei unter Verdacht zu stellen. 

Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst, seien es Polizist*innen, Lehrer*innen, Pflegekräfte und viele andere, machen gerade in der aktuellen Situation einen wichtigen und guten Job und haben es verdient, entsprechend dafür respektiert und honoriert zu werden. 

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