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Ganztägiger Streik bei TSP im LEG Konzern

Pressemitteilung

TSP-Streik wird im Ruhrgebiet fortgesetzt: Beschäftigte setzen sich weiter für Tarifvertrag ein

15.11.2020

Zum Wochenbeginn (16.11.) treten erneut Beschäftigte der Handwerkergesellschaft im LEG Konzern ganztägig in den Streik.
Aufgerufen sind Beschäftigte am Standort West in Mülheim, eine Streikversammlung ist in Oberhausen geplant.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte bereits im Juni 2020 die Geschäftsführung der in 2017 gegründeten Gesellschaft TSP (Technik Service Plus), einer Tochtergesellschaft im LEG Konzern, zu Tarifverhandlungen aufgefordert. ver.di kritisiert die fehlende Gesprächsbereitschaft sowie die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zur Aufnahme von Tarifverhandlungen. 

Andrea Becker, Fachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen NRW erklärte: „Die Streikenden haben bereits von drei Standorten ein deutliches Signal Richtung Geschäftsführung gesendet. Wir setzen den Streik nun an der Ruhr fort, um den Druck weiter aufrechtzuerhalten.“
Es sei unverständlich, dass ein börsennotierter Konzern, der seit Jahren Rekordgewinne vermeldete, dieser Beschäftigtengruppe einen Tarifvertrag und damit regelmäßige Lohnerhöhungen verweigere. Was sonst durch den im LEG bestehenden Haustarifvertrag für die meisten Beschäftigten im Konzern geregelt sei, wie beispielsweise regelmäßige Lohnerhöhungen, solle den Beschäftigten in der TSP verweigert werden.
Seit Bestehen der TSP gäbe es unregelmäßige freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, aber keine kontinuierliche Entwicklung der Löhne. „Handwerkerinnen und Handwerker werden auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Das spiegelt sich aber nicht in der Bezahlung der TSP-Beschäftigten wider, was für Unverständnis und Wut sorgt.“ 

Im Jahr 2019 konnte der Gewinn des Konzerns im Jahresvergleich um 7,1 Prozent auf 341,3 Millionen Euro gesteigert werden. Für 2020 werden noch höhere Gewinne erwartet. Die TSP ist eine Gesellschaft mit über 400 Beschäftigten, die überwiegend in den Gewerken Maler, Elektriker, Tischler, Dachdecker sowie Heizung und Sanitär tätig sind. 

Benedikt Frank, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die TSP ergänzte: „Die Beschäftigten haben bereits deutlich gemacht, dass sie für ihre Arbeit mehr Wertschätzung erwarten. Sie sind im Kontakt mit den Mieterinnen und Mietern mit dem direkten Feedback konfrontiert. Und obwohl sie vor Ort für die LEG ansprechbar sind, werden sie schlechter behandelt. Gerecht geht anders!“ 

Hinweis für die Redaktionen: Streikversammlung in Oberhausen
Am 16.11.2020 werden sich die Streikenden ab 9:00 Uhr unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und in Absprache mit den Behörden im Kaisergarten, neben dem Zentrum für Ausbildung und Qualifikation in Oberhausen zu einer Streikversammlung treffen. 

Kontakt:
Für inhaltliche Rückfragen: Andrea Becker, 0170 8002428 (Landesfachbereichsleiterin Besondere Dienstleistungen) 

Ansprechpartner vor Ort: Benedikt Frank, 0170 5748559 (Gewerkschaftssekretär)

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