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Klares Signal der Streikenden

Klares Signal der Streikenden am Universitätsklinikum Essen und in der Justiz – ver.di mit dem ersten Warnstreiktag zufrieden

09.11.2021

Schon früh am Morgen zeigte sich für die Gewerkschaft ver.di, dass heute viele Beschäftigte dem Streikaufruf folgen werden.
Über 300 Streikende gab es am ersten Warnstreiktag allein aus dem Uniklinikum.

Das Null-Angebot der Arbeitgeber im Länderbereich nehmen viele der Beschäftigte als Zeichen mangelnder Wertschätzung wahr. Gerade die Beschäftigten im Gesundheitsbereich und besonders im Universitätsklinikum haben in den letzten Monaten eine Arbeitsbelastung, die auch durch Corona über das Normalmaß hinausgeht.

Mit einem kleinen Demonstrationsumzug haben sich die Streikenden vom Klinikum durch den Stadtteil auf dem Weg zum Justizzentrum gemacht. Hier warteten Streikdelegationen der verschiedenen Justizbehörden, die auch ihrem Ärger Luft machten.
„Heute ist kein Arbeitstag - heute ist Streiktag" und „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!" skandierte der bunte Protestzug lautstark.

"Ich bin maximal verärgert, dass Professor Werner in einer Mitteilung davon spricht, dass Patientinnen und Patienten gefährdet werden.", so ver.di-Geschäftsführerin Henrike Eickholt. Verwundert ist Eickholt insbesondere, „weil schon in der vergangenen Woche eine Notdienstvereinbarung zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem Universitätsklinikum geschlossen worden ist, die dafür sorgt, dass eine Notfallversorgung und ein Basisbetrieb immer gegeben sind. Auch hier sieht Wertschätzung in der Kommunikation mit dem Beschäftigten anders aus.Wir hatten gehofft, dass auch die Führung des Universitätsklinikums die Notdienst-Verhandlung ernst nimmt." so Eickholt weiter die den siebenseitigen Vertrag mit abgezeichnet hat. Wie kann es sein, dass ein Notdienst der am Freitag noch gut genug war heute schon Patientinnen und Patienten gefährdet, fragt man sich bei ver.di.

„Die Reaktion zeigt ganz deutlich wie knapp die Personaldecke in der Pflege sein muss.", so Eickholt.

Für den Krankenpfleger Jonas Schwabedissen ist auch nach dem ersten Streiktag und der Kommunikation des Klinikums klar: „Wir werden so lange weitermachen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Streikrecht ist ein Grundrecht und dieses kann nicht wegen Personalmangels ausgesetzt werden."

Neben einer Lohnerhöhung, die ver.di für ihre Mitglieder im Landesbereich fordert, geht es auch darum, einen Angriff der Arbeitgeber auf den sogenannten Arbeitsvorgang abzuwehren, der für neue Kolleginnen und Kollegen Lohnverluste mit sich bringen könnte.
Bestreikt wird heute bis zur Nachtschicht.
„Wenn es kein Angebot der Arbeitgeberseite gibt, sind wir gezwungen und auch willens, weiter zu streiken", so Eickholt zu den Streikenden in Essen.

Streik UK Essen 09.11.2021 ver.di BZ Ruhr-West 20211109 Warnstreik UK Essen

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