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Warnstreik Uniklinikum Essen am 16. und 17.11.2021

Tarifrunde der Länder 2021

ver.di ruft Beschäftigte der Uniklinik Essen am Dienstag und Mittwoch zum Warnstreik auf

15.11.2021

Für bessere Bezahlung im Gesundheitswesen und gute öffentliche Daseinsvorsorge

Im Rahmen der Tarifrunde der Länder ruft ver.di die Beschäftigten der Uniklinik Essen am 16. und 17.11.2021 zum Warnstreik auf.

„Nicht erst seit der Corona-Pandemie stehen die Beschäftigten der Krankenhäuser unter großem Druck. Die Arbeitsleistung, die jeden Tag von den Beschäftigten erbracht wird, verdient unseren Respekt und Wertschätzung. Auch die Landespolitik fordert mehr Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen. Nur die Tarifgemeinschaft deutscher Länder scheint das noch nicht begriffen zu haben“, erklärt Henrike Eickholt, ver.di-Geschäftsführerin in Essen. „Statt Wertschätzung und Anerkennung zwingen die Arbeitgeber ihre Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen, denn auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.“ Besondere Verbesserungen für Gesundheitsbeschäftigte lehnen sie rundweg ab und bestehen stattdessen auf fundamentalen Verschlechterungen im Eingruppierungsrecht.

„Die Beschäftigten der Kliniken haben die Sonntagsreden satt. In der Tarifrunde haben die Regierenden die Gelegenheit, ihrer verbalen Wertschätzung endlich konkrete Taten folgen zu lassen“, betont Jonas Schwabedissen, Vertrauensleutesprecher an der Uniklinik Essen.
„Natürlich löst eine bessere Bezahlung nicht die eklatanten Probleme im Gesundheitswesen. Sie wäre aber immerhin ein Anfang.“ ver.di fordert für alle Landesbeschäftigten fünf Prozent, mindestens 150 Euro monatlich mehr Geld, für Auszubildende 100 Euro.
In den landeseigenen Gesundheitseinrichtungen sollen die Entgelte um wenigstens 300 Euro im Monat steigen.
„Die Beschäftigten der Unikliniken und Landeskrankenhäuser kämpfen für ihre Interessen. Und sie kämpfen gemeinsam mit allen anderen Landesbeschäftigten dafür, den öffentlichen Dienst attraktiver zu machen.“ In der Corona-Pandemie sei für alle sichtbar geworden, wie wichtig gut funktionierende öffentliche Dienstleistungen sind. „Es ist eine klare Erkenntnis aus den Erfahrungen der vergangenen Monate: Die öffentliche Daseinsvorsorge muss gestärkt werden. Anders sind die dringend benötigten Fachkräfte nicht zu gewinnen und zu halten“, so der junge Kranken- und Gesundheitspfleger weiter. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder könne bei der nächsten Verhandlungsrunde am 27. und 28. November einen Schritt in diese Richtung gehen. „Darauf werden wir sie in den kommenden Wochen mit weiteren Aktionen hinweisen.“

Die Beschäftigten der Uniklinik Essen sind am 16. und 17.11.2021 zum Warnstreik aufgerufen und versammeln sich ab 5.30 Uhr an der Studierendenmensa auf dem Uniklinikgelände zum Austausch. Gewerkschaft und Klinikleitung haben eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, mit der die Versorgung von Notfällen garantiert wird.

Kontakt: Katharina Schwabedissen 0151 25960712 

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