Pressemitteilungen

Ungewisse Zukunft bei Druckerei Kaiser in Essen

Pressemitteilung

Druckerei Offset Gerhard Kaiser, Essen: Zukunft ungewiss - Geschäftsführung sendet Hiobsbotschaften!

26.01.2021

Die schlechten Nachrichten kamen bereits zum Jahresende 2020: da wurde den Beschäftigten von Offset Gerhard Kaiser mitgeteilt, dass ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet wurde, man nicht wisse wie es weitergehe. Bereits in der Vergangenheit lief manches undurchsichtig. Im Januar dieses Jahres dann die Ankündigung von Kündigungen. Das offizielle Insolvenzverfahren wird voraussichtlich Mitte Februar 2021 eröffnet.
Wie die Zukunft der Kolleginnen und Kollegen aussieht, ist derzeit völlig ungewiss.

Auf die angekündigten Kündigungen und die insgesamt unklare Situation reagierten die Kolleginnen und Kollegen geschockt und verständnislos, sie ließen ihrer Wut freien Lauf: „Das ist ein Schlag ins Gesicht, wir werden hier nur noch verarscht!“ so einer der Betroffenen.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Branche und des Betriebes standen die Verhandlungen zu einem Tarifabschluss im letzten Jahr kurz vor einem aussichtsreichen Abschluss. Dann kommentarloser Abbruch der Gespräche von Seiten der Geschäftsführung.

Für Till Düwel, Gewerkschaftssekretär ist klar: „Die Menschen bangen um Ihre Jobs die Ihnen besonders in dieser schwierigen Zeit die Existenz sichern. Sie brauchen eine verlässliche Perspektive und Klarheit wie es weitergeht. Wir lassen die Kolleginnen und Kollegen nicht im Regen stehen!“

Was wird mit dem Umzug nach Frillendorf?
Unternehmensseitig bestehen Pläne an einen neuen Standort umzuziehen. Demnach seien konkrete Maßnahmen ergriffen um die neue Produktionsstätte entsprechend umzubauen. Zugleich verdichten sich verschiedene Hinweise, dass der geplante Umzugstermin im Frühjahr 2021 nicht zu halten ist und vorallem das gesamte Umzugsvorhaben in Frage steht.

56 Arbeitsplätze akut gefährdet
Von einer möglichen Schließung wären neben der Stammbelegschaft auch die Kolleginnen und Kollegen angeschlossener Dienstleistungsgesellschaften betroffen. Denn ohne die Arbeit weiterer Gewerke und Dienstleister ist ein Druckereibetrieb nicht realisierbar.

Trotz der aktuell besonderen Lage mit all den Einschränkungen wird ver.di die Beschäftigten unterstützen und sich für gute Lösungen einsetzen.

Wertschätzung statt Sanierung auf Kosten der Beschäftigten!

Für Rückfragen: Till Düwel, Gewerkschaftssekretär Medien, Kunst und Industrie. Mobil: 0160 – 2968326 

Pressekontakt

Herausgeber: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Ruhr-West
Teichstraße 4a
45127 Essen
fon: +49 201 24752 - 0
fax: +49 201 24752 - 30
mail: bz.ruhr-west@verdi.de
V.i.S.d.P.: Henrike Eickholt
Bezirksgeschäftsführerin