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ver.di widerspricht Schlagböhmer

Pressemitteilung

ver.di widerspricht Schlagböhmer: verkaufsoffene Sonntage retten nicht den Einzelhandel!

26.11.2020

„Das Gericht hat deutlich gemacht, dass verkaufsoffene Sonntage nicht dem Infektionsschutz dienen.“, so Kay Lipka, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Ruhr-West und zuständig für den Einzelhandel in Essen, Mülheim und Oberhausen.
„Herr Schlagböhmer irrt, wenn er behauptet, wir handeln nicht im Sinne unserer Mitglieder oder wir vernichten durch die Klage Arbeitsplätze im Einzelhandel.“

Ver.di hatte beim Oberverwaltungsgericht in Münster einen Normenkontrolleilantrag gegen die Genehmigung von fünf aufeinander folgenden verkaufsoffenen Sonntagen im Dezember und Januar eingereicht. „Angesichts der hohen Infektionszahlen haben viele Beschäftigte große Angst vor einer Ansteckung. Die Beschäftigten im Einzelhandel können nicht 24 Stunden 7 Tage in der Woche im Laden stehen.“

Durch die Coronaschutzverordnung, die die Sonntagsöffnungen beinhaltet, sei das übliche Verfahren, bei dem die Gewerkschaften auch angehört werden, umgangen. So blieb nur der Weg direkt über die Gerichte, um die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten an den Sonntagen auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Kay Lipka weiter: „Dieser Aufgabe kommen wir verantwortungsbewusst und sehr wohl im Sinne unserer Mitglieder nach. Ich frage Herrn Schlagböhmer, ob er allen Ernstes von uns verlangt, den nun gerichtlich bestätigten Rechtsbruch zu ignorieren oder stillschweigend in Kauf zu nehmen?“

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