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Tarifrunde Einzelhandel NRW: Warnstreiks im Einzelhandel gehen …

Tarifrunde Einzelhandel NRW: Warnstreiks im Einzelhandel gehen weiter.

13.08.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt die Warnstreikaktionen im nordrhein-westfälischen Einzelhandel fort.
Am Freitag (13.08.21) und am Samstag (14.08.21) legen die Beschäftigten von IKEA Essen, Saturn Essen im Limbecker Platz und im Primark in Essen ihre Arbeit nieder.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte in der 4. Verhandlungsrunde einen Vorschlag zur Lösung der stockenden Tarifrunde unterbreitet. „Wir hatten zum Zeitpunkt der vierten Verhandlungsrunde die Hoffnung, dass die Arbeitgeber den Ernst der Lage mittlerweile verstanden haben, denn die Beschäftigten verzichten inzwischen im 3. Monat auf die so dringend benötigte Entgelterhöhung. Anstatt jedoch mit uns den Weg in Richtung Abschluss zu gehen, wurden fadenscheinige Argumente auf den Tisch gelegt, um eine Einigung weiter hinauszuzögern. Die Arbeitgeber haben eine soziale Verantwortung, der sie sich endlich stellen müssen“, sagt Kay Lipka, ver.di Gewerkschaftssekretärin im Handel für den ver.di Bezirk Ruhr-West.

Der Lösungsvorschlag von ver.di sieht vor, dass auf Wunsch der Beschäftigten, Teile einer möglichen Entgelterhöhung für einen bestimmten Zeitraum in Freizeit umgewandelt werden können. Dies würde den Beschäftigten mehr Arbeitszeitsouveränität geben und einen wesentlichen Beitrag zum Gesundheitsschutz leisten. Zudem bietet der Vorschlag die Möglichkeit zu der von der Arbeitgeberseite geforderten Entlastung auf Seiten der Liquidität, da sie anstelle von Entgelterhöhungen den Beschäftigten zunächst nur mehr Urlaubstage gewähren müssten.

Die schlichte Antwort der Arbeitgeber zu den Vorschlägen: Nein, das machen wir nicht!
Eigene Lösungsansätze? Fehlanzeige!
Sie bleiben stur bei ihrem „freiwilligen Orientierungsrahmen“, den sie für tarifgebundene Mitgliedsunternehmen empfehlen.
Die Entgelte können nach zwei Nullmonaten um 2 Prozent zum 01. Juli 2021 erhöht werden. Weiterhin besteht die Option, den Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro zu gewähren.
Die Folge: Freiwillige, jederzeit widerrufbare Zahlungen ohne Rechtsanspruch für die Beschäftigten und als „besonderes Geschenk“ der Reallohnverlust.
„Das Verhalten der Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten ist respektlos und nicht hinnehmbar. Anstatt sich auf den Weg der Einigung zu begeben, eskaliert die Arbeitgeberseite den Konflikt weiter“, so Kay Lipka. Der HDE spielt auf Zeit und hat offensichtlich kein Interesse daran, ein zügiges Tarifergebnis zu vereinbaren.“ so Lipka weiter. „Dabei bleiben vor allem die Beschäftigten auf der Strecke.

ver.di fordert für die Branche 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Die Verhandlungen werden am 01. September fortgesetzt. 

Kontakt für Rückfragen: Kay Lipka, Handy: 0151 14269102 

Hinweis für die Redaktion:
Am Freitag, 13.08.21 werden sich die Streikenden ab 10:00 Uhr eine Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz durchführen.
Im Anschluss werden die Streikenden eine Aktion mit Schildern in der Kettwiger Straße durchführen.
Am Samstag, 14.08.21 wird am Gewerkschaftshaus (Teichstrasse 4a in Essen) der Streik fortgesetzt.
Beginn der Streikveranstaltung ist um 10:00 Uhr im Gewerkschaftshaus.
Ab ca. 11:00 Uhr wird wieder eine Aktion mit den Schildern in der Essener Innenstadt stattfinden. 

Pressekontakt

Herausgeber: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bezirk Ruhr-West
Teichstraße 4a
45127 Essen
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fax: +49 201 24752 - 30
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V.i.S.d.P.: Henrike Eickholt
Bezirksgeschäftsführerin