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Mehr Personal für Kinderschutz in Essen

Mehr Personal für Kinderschutz in Essen (ver.di zum Jugendhilfeausschuss am 11. September 2018)

10.09.2018

Die personelle Ausstattung des Allgemeinen Sozialdienstes der Stadt Essen ist seit langem in der Diskussion. Immer wieder hat die Gewerkschaft ver.di angesichts gestiegener sog. „Kindeswohlgefährdungen“ mehr Personal gefordert. 
Dies wird auch Thema des Jugendhilfeausschusses sein, der am 11. September im Rathaus Essen tagt und zu dem die Verwaltung eine umfangreiche Vorlage erstellt hat.

Dazu erklärt Martina Peil, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di in Essen: 
„Dieser Vorlage stimmen wir in vielen Punkten zu: Auch wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass die Anzahl von Fällen, in denen das Jugendamt Kinder aus ihrer Familie herausnehmen musste, um sie zu schützen, in den vergangenen zehn Jahren erheblich gestiegen ist. Umso mehr bedauern wir, dass die Verwaltung sich nicht dazu durchringen konnte, personelle Konsequenzen aus dieser kritischen Entwicklung zu ziehen.“ 

Unverständlich ist es nach Auffassung von ver.di, dass die Verwaltung zwar feststellt, dass die Zunahme von „Kindeswohlgefährdungen“ in Essen über dem NRW-Landesdurchschnitt liegt, gleichzeitig erkennt, dass sich die Personalfluktuation im Allgemeinen Sozialdienst „erhöht“ hat - aber nicht bereit ist, dieser Besorgnis erregenden Entwicklung mit einer Personaloffensive entgegen zu wirken. 

Martina Peil: „Die Beschlussvorlage stellt zu Recht fest, dass das „Jugendamt über viele gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte“ verfügt. Aber wir stellen auch fest, dass jüngere Kolleginnen und Kollegen, die gerade eingearbeitet worden sind, sich zunehmend mit Abwanderungsgedanken beschäftigen, weil der Arbeitsdruck im Allgemeinen Sozialdienst in Essen zu hoch ist.“ 

Die Gewerkschaft ver.di bekräftigt daher ihre bekannten Forderungen, die sie in einem Schreiben an alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses präzisiert hat:

  • Aufstockung des Personals im ASD um je 2 Vollzeitstellen pro Bezirksstelle (insgesamt also 14 Vollzeitstellen) 
  • unverzügliche Einleitung eines Personalbemessungsverfahrens.

Redaktionelle Information: 

Beschlussvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. September 2018 im Ratsinformationssystem der Stadt Essen: Vorlage_1036-2018-4.pdf

Schreiben von ver.di an die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses vom 7. September 2018: 
http://essen-verdi-gemeinden.de/ver-di-zum-jugendhilfeausschuss-am-11-september-2018/ 

Schreiben von ver.di an die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses vom 4. Juni 2018:
http://essen-verdi-gemeinden.de/mehr-personal-fuer-den-kinderschutz/

Für Rückfragen steht Martina Peil zur Verfügung 
Tel.: 0201 2475212 oder 0173 9274797 

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