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Entlastung auch in Betriebskindertagesstätte

Tarifvertrag Entlastung auch für die Erzieher*innen in der Betriebskindertagesstätte notwendig

17.08.2018

Warum bestreikt die Gewerkschaft ver.di auch die Betriebskindertagesstätte am Uniklinikum? 

Aktuell befinden sich 150 Kinder in der Kinderbetreuung. 
Diese werden von 29 Erzieher*innen (davon 7 Teilzeitbeschäftigte, 4 Kolleg*innen mit befristeten Arbeitsverträgen und 2 Jahrespraktikant*innen im Anerkennungsjahr) plus zwei Leitungen betreut. 
Es gibt 9 Gruppen. 2 Gruppen mit 20 Kindern und 7 Gruppen mit 16 Kindern. Von den 9 Gruppen sind in 7 Gruppen Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum 6. Lebensjahr. Eine Gruppe besteht aus 20 Kindern, davon 10 Kindergartenkinder im Alter von 3 Jahren bis 6 Jahren und 10 Schulkinder im Alter von 6 bis 14 Jahren.

Die Kita bzw. der Hort ist von Montag bis Freitag von 6:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet und es wird in 3 Schichten gearbeitet. 
In der Zeit von 6:00 Uhr bis 7:30 Uhr betreuen 2 Kolleg*innen zwischen 10 und 30 Kinder. Und ab 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr betreuen 2 Kolleg*innen zwischen 20 und 50 Kinder. 
Es gibt keine Schließungszeiten, weder in den Sommerferien noch in den Weihnachtsferien. 

Noch eine Besonderheit in diese BKita: 
Es gibt keine hauswirtschaftlichen Kräfte, sondern die Erzieher*innen müssen Bettenbeziehen, Küche putzen, Geschirr spülen, Spielzeuge waschen, Möbel reinigen, Essen verteilen, die Hygienevorschriften beachten usw. 

Als die Gewerkschaft ver.di im letzten Jahr begonnen hat die Forderungen zur Entlastung für die Beschäftigten im Klinikum Essen zu diskutieren, wurden auch die Forderungen zur Entlastung für die Erzieher*innen festgelegt. 

Hier die Forderungen: 
3 teilzeitbeschäftigte hauswirtschaftliche Kräfte und eine Erzieher*in als Springer*in 

Die Forderung nach der Einstellung von hauswirtschaftlichen Kräften wurden bereits mehrfach vom Vorstand abgelehnt. Es gab nur die Option, dass bei Einstellung von hauswirtschaftlichen Kräften, dann die Anzahl der Erzieher*innen gekürzt werden müsste. 

Unter diesen schlechten personellen Voraussetzungen ist es aktuell kaum möglich den Bildungsauftrag (z.B. Sprachstandserhebungen, Beobachtungsbögen, Dokumentation und Überprüfung der Entwicklungsstände der Kinder) in Gänze zu erfüllen. 

Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft ver.di auch die Erzieher*innen zum Streik aufgerufen. 

Nicht nur ein Elternbrief wurde erstellt, sondern auch der persönliche Austausch hat mehrfach mit den Eltern in der Kita stattgefunden. 
Dazu Susanne Hickmann, Erzieherin und Streikende:“ Meine Wahrnehmung ist, dass der größte Teil der Eltern hinter unseren Forderungen und unserem Streik stehen und solidarisch mit uns sind. Nur ein geringer Teil von Eltern lehnen unseren Streik massiv ab.“ 

In der nächsten Woche wird die Gewerkschaft ver.di zu einer Elternversammlung einladen, um den Austausch mit den Eltern fortzusetzen und um Verständnis zu werben. 

Für weitere Rückfragen steht Ihnen Henrike Eickholt, ver.di 0151/11617610 zur Verfügung. 

Pressekontakt

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